Das sagt eine ehemalige Schülerin über Lehrer, die rauchen.

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Das sagt eine ehemalige Schülerin über Lehrer, die rauchen.

Rauchender Lehrer
Wir haben eine ehemalige (nichtrauchende) Schülerin eines Oberstufen-Gymnasiums zum Thema Rauchen befragt und haben hier offenbar einen Nerv getroffen. Wir wollten wissen, wie Lehrer, die rauchen, bei den Schülerinnen und Schülern wahrgenommen werden und ob deren Vorbildfunktion in diesem Zusammenhang gefährdet ist. So subjektiv die Meinung der befragten Schülerin, Magda Werderits, auch ist, lässt sie sich trotzdem in großem Kontext auf die kollektive Wahrnehmung von Schülerinnen und Schülern ausdehnen. Denn selten können sich diese Gehör für Themen solcher Art verschaffen.

Dass beim Thema "rauchende Lehrkörper" aber dringender Bedarf zur Aussprache besteht, lässt sich nicht mehr leugnen.

--- Gastbeitrag von Magda Werderits ---

Der wahre Schrecken eines jeden Schülers!

Es sind nicht die Schularbeiten, nicht die Tests, nicht der Stress, nicht der Streit mit Mitschülern.. Nein, es sind rauchende Lehrer, die das Grauen des Schulalltags kennzeichnen.

Der rauchende Lehrer, der sich ganz nah zu dir beugt um dir die Aufgabe zu erklären – und dich damit durch seinen Atem fast in Ohnmacht fallen lässt. Der rauchende Lehrer, dessen Grinsen seine vom Rauch gezeichneten Zähne zeigt – und du dich einfach nur abwenden willst. Der rauchende Lehrer, von dem man immer schon vorher wusste, dass er im Gang war – seinen Geruch kennt jeder. Eine Zumutung für jeden Schüler.

Es ist, ehrlich gesagt, grauslich.

Vergisst der Lehrer durch das Rauchen plötzlich seine Vorbildfunktion? Sie wollen uns die Welt erklären, sprechen von Aufklärung und sind selbst blind für ihr eigenes Verhalten. Dies führt dann dazu, dass Schüler denken, es sei okay, zu rauchen, weil die Lehrer tun es doch auch. Aus Erfahrung weiß ich, dass viele Schüler nur provozieren wollen, aber viele glauben wirklich daran.

Ein harmloseres Beispiel ist das mit den Hausschuhen und Straßenschuhen. Der Lehrer trägt Straßenschuhe, warum muss der Schüler Hausschuhe tragen? Und so verhält es sich mit dem Rauchen. Niemand nimmt die Lehrer ernst, wenn sie der Raucherecke einen bösen Blick zuwerfen oder predigen, wie ungesund das Rauchen ist – wenn sie dann jede kleine Pause nutzen, um sich eine Zigarette anzuzünden. Sie schaffen es ja gar nicht, in der Schule nicht zu rauchen. Ich glaube nicht, dass sie daran denken, den Vormittag rauchfrei zu verbringen.

Die Zigarette gehört zu ihrem Leben – und das finde ich sehr traurig.

Wahrscheinlich sind sie sich ihrer Sucht gar nicht bewusst. Wer würde sonst sogar im Winter bei eisiger Kälte nur für fünf Minuten nach draußen gehen, um zu rauchen? Es sind eindeutig die rauchenden Lehrer, die sich mal in ein Klassenzimmer setzen sollten, um einen Vortrag über das Nichtraucher-Sein anzuhören, vorgetragen von den Schülern.

Am Ende sind Lehrer auch nur Menschen, die sich ihre Schwäche nicht eingestehen wollen und sich ihrer Sucht nicht bewusst sind. Wenn man aber unterrichtet, sollte klar sein, dass man von lauter jungen Menschen, die das Leben noch vor sich haben und auf der Suche nach dem richtigen Weg sind, beobachtet wird und das Rauchen für richtig und harmlos angesehen wird.

Ich könnte mit diesem Gedanken nicht leben, ich würde mich schämen.

Schließlich geht es hier um viel mehr, es geht um ganze Leben, und nicht nur um die fünf Minuten Pause, in der sich der Lehrer denkt, er hat Privatsphäre und kann tun was er will. Denn das kann er nicht. Nie. Er trägt zu viel Verantwortung.

Autor: Klemens C. Mohr im Gespräch mit: Magda Werderits
Ganz unabhängig deiner gesellschaftlichen Position, ob du nun vielleicht selbst betroffener Lehrer oder Schüler bist, ist es uns ein großes Anliegen, dich auf deinem Weg in ein rauchfreies Leben zu begleiten.
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