Kommt das generelle Rauchverbot?

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Wieso Schockbilder auf Zigarettenpackungen nicht ausreichen.
5. August 2016

Kommt das generelle Rauchverbot?

Rauchverbot in Lokalen
In welche Richtung man heutzutage auch blickt wird einem die Tatsache bewusst, dass die Tabakindustrie immer mehr an Rückhalt und Stimmen verliert. Natürlich, denkt man sich jetzt vielleicht, Rauchen ist doch ohnehin nicht mehr zeitgemäß. Aber das war vor einigen Jahrzehnten noch ganz anders, das wissen wir nur zu gut. Als auf der großen Leinwand Zigaretten noch stramm und männlich als Ideal erklärt wurden und man recht uncool war, wenn man sich nicht ebenfalls eine ansteckte.

Mittlerweile ist das zum Glück nicht mehr so, zumindest wird Werbung heutzutage subtiler unters Volk gemischt. Dennoch gelingt es einigen, nie müde werdenden Menschen, die Verbote gegen das Rauchen an öffentlichen Plätzen und Einrichtungen, langsam aber stetig durchzusetzen. Dass hierbei sehr oft zum Leidwesen vieler Betreiber öffentlicher Einrichtungen oder Gaststätten, seitens der Behörden, nicht weit genug voraus gedacht wird, ist ein Problem für sich. Wohl hat die grundsätzliche Entwicklung der Einschränkung des Rauch"Genusses" aber ein Gutes, davon sind viele überzeugt.

So ist es in Österreich bereits entschiedene Sache, dass in den geschlossenen Räumlichkeiten von Gaststätten, Gastronomie und Lokalen aller Art, ab 2018 ein generelles Rauchverbot herrschen wird. Viele Wirte sehen sich einer Doppelbelastung ausgesetzt, mussten sie erst vor wenigen Jahren mitunter kostspielige Umbauten durchführen, um Nichtraucher-Bereiche einzurichten, so werden diese Zwangs-Umbauten nun ab 2018 ad absurdum geführt. Über entsprechende Entschädigungen seitens des Landes wird noch verhandelt. Auch ist noch nicht gänzlich geklärt, ob in Schanigärten weiterhin geraucht werden darf. Es ist zu erwarten, dass es wie immer auch Ausnahmeregelungen (Stichwort: Abendlokale) geben wird.

Was jedenfalls deutlich wird, ist ein klarer Trend, in Richtung rauchfreie Gesellschaft. Die Norweger, Briten, Franzosen und einige andere Völker machen es uns bereits eine ganze Weile lang vor. So ist es in Norwegen nur mehr schwer möglich Zigaretten zu erwerben. Und in Großbritannien musste man bereits vor vielen Jahren tief in den Geldbeutel greifen, um sich das "Luxusgut" Zigaretten leisten zu können. Scheinbar geht es nicht anders, dass der Staat regulierend eingreifen muss, um seine Bevölkerung von der Volksdroge "Rauchen" zu "befreien".

Tatsache ist aber auch, dass der Staat gut an der Sucht verdient hat (und auch weiterhin, bis zum generellen Rauchverbot) gut an Rauchwaren verdienen wird. Das zeigt von großer Ambivalenz. Es ist anzunehmen, dass die Kosten im Gesundheitssektor, die Steuereinnahmen für Zigaretten wohl bereits zu übersteigen drohen oder bereits übersteigen. Die Motivation hinter dem stufenweisen Rauchverbots-Plan soll an dieser Stelle nicht weiter hinterfragt werden denn - und das ist unserer Ansicht nach die Tatsache - es könnte sich durchwegs positiv auf die Bevölkerung und die Menschen auswirken, wenn Rauchen in der Öffentlichkeit eingeschränkt wird.

Der wirksamste Weg, anstelle von Verboten und Gesetzen, wäre allerdings, das massive Anheben der Steuer auf Rauchwaren. Wenn ein Päckchen nicht mehr 5,- sondern 12,-Euro kosten würde, würde ein Großteil der rauchenden Bevölkerung es vermutlich aufgeben. Und die wenigen, die sich ihre Zigaretten dann illegal besorgen (müssen), sorgen immerhin auch zukünftig dafür, dass dem Zoll nie die Arbeit ausgeht.

Autor: Stefan Alago-Müller
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