Wieso Schockbilder auf Zigarettenpackungen nicht ausreichen.

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Wieso Schockbilder auf Zigarettenpackungen nicht ausreichen.

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In Deutschland und Österreich ist es seit kurzem kein wirklich appetitlicher Anblick mehr, mit Rauchern gemeinsam auf einem Tisch zu sitzen oder vielleicht sogar gemeinsam zu essen. Dafür sorgt nämlich die neue Aufmachung der Zigarettenschachteln. Als vor 2010 die großen, unüberlesbaren Hinweise angebracht wurden, wurde eine Zeit lang noch darauf geachtet, diese so gut es ging zu überdecken. Findige Unternehmer haben hierbei sicher ein gutes Geschäft gemacht, indem sie kleine "Verhüterlis" zum Abdecken der Warnhinweise verkauft haben.

Seit die Hinweise und Bilder nun unüberseh- und unüberdeckbar an den Packungen angebracht wurden, macht sich scheinbar kein Raucher mehr die Mühe, diese in irgendeiner Weise zu verstecken. Sehr zum Leidwesen einiger Mitmenschen mit schwachen Mägen. Denn was die Bilder teilweise zeigen, ist keinesfalls das, was man am Frühstückstisch sehen möchte.

Aber was bringen diese Warnhinweise und zur Abschreckung dienenden Bilder tatsächlich?

Vermutlich wird kein langjähriger, überzeugter Raucher sich dadurch wirklich von seiner Sucht loslösen (können). Denn ehrlich betrachtet, welcher Raucher weiß heutzutage denn nicht, dass Zigaretten schädlich sind? Ganz im Gegenteil, die Folgen von Tabakrauch sind hinlänglich bekannt. Wer das schon vor den neuen Bildchen gekonnt zu ignorieren wusste, der wird sich auch jetzt nicht eines Besseren belehren lassen.

Im Gegensatz zu bestehenden Rauchern, kann und soll die neue Verpackung aber vor allem Menschen vorm Rauchen abhalten, die in unserer Gesellschaft noch am meisten Schutz brauchen (Kinder und Jugendliche) oder (noch) Nichtraucher sind. Wenn im Freundeskreis wieder einmal eine Zigarette die Runde macht, lässt sich das abschreckende Bild eines Raucherbeins oder der Warnhinweis nicht mehr so einfach ignorieren. Zumindest wird wohl erreicht, dass junge Menschen erst einmal reflektieren, bevor sie am Glimmstängel ziehen. Wenn sie es dann dennoch tun, bleibt nur zu hoffen, dass von der Warnung irgendetwas hängen geblieben ist und sie wenigstens versuchen, sich im Internet über die Gefahren von Zigarettenrauch zu informieren.

Interessant ist auch, dass die Volksdroge Nummer 1 (neben Alkohol) nun konsequenter an den Pranger gestellt wird. Mit Warnhinweisen wie: "Rauchen ist tödlich", lässt man jedweder Polemik die Türen weit offen. Unter diesem Aspekt wäre Autofahren, normales Essen oder das Trinken von Energydrinks natürlich ebenso tödlich. Bei Zigaretten wurde jedoch offenbar ganz bewusst auf den Konjunktiv verzichtet. Bleibt abzuwarten, ob diese Maßnahme Erfolg hat.

Autor: Stefanie Weiland
Es ist nie zu spät, sich mit dem Gedanken zu beschäftigen, das Rauchen aufzugeben. Nachhaltig rauchfrei zu werden muss nicht immer schwierig sein.Jetzt informieren Unverbindlich Kontakt aufnehmen
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